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Konzertbericht
Wochenblatt |
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Glanzvolles Zusammenspiel Der Griensaal, gefüllt mit Menschen und mächtiger Musik: Das war die Brass-Nigt der Brassbands Konkordia Büsserach und Breitenbach. - «Les absents ont toujours tort», meinte der Speaker. Er hatte Recht! «Wie ist der Solist?» - «Sehr sympathisch. Der hat überhaupt keine Allüren. Und spielen tut er echt super!» So gab ein junger Musikant vor dem Konzert am Samstag einem interessierten Zuhörer Auskunft. Er zeichnete dabei ein treffendes Kurzportrait des Euphonisten Thomas Rüedi, der als Gastsolist die erste gemeinsame Brass-Night der Büsseracher und der Breitenbacher Brassbands bereicherte. Der erste Konzertteil wurde von den Breitenbachern bestritten. Hervorragendes Spiel unter der hervorragenden Führung von Bernhard Winter mit ebenso hervorragenden Musikanten, die auch in Soloparts brillierten: Nur so kann «Journey into Freedom» von Eric Ball beschrieben werden. Doch die Band war auch eine optimale Begleiterin für den Europa-Champion im Euphonium-Spiel. Thomas Rüedi konnte das Gefühl aufkommen lassen, man habe noch nie ein Euphonium wirklich gehört: Weich, voll, rund - das Publikum im voll besetzten Saal war absolut begeistert. Dass sich Rüedi wegen zu starker Scheinwerfer hinter seinem Instrument versteckte, trug noch zum Klangerlebnis bei. Er stellte damit - ganz ohne Allüren - das Instrument und die Musik ins Zentrum. Unter der Leitung von Rainer Ackermann eröffnete die Brassband Konkordia Büsserach den zweiten Konzertteil. Mit der Uraufführung des von Thomas Rüedi eigens für diesen Anlass geschriebenen Stücks «So long, Lucy!» präsentierte der Meister eine grosse Spezialität: sein Echo-Euphonium, ein Instrument mit Schallstücken, einem normalen Euphonium-Trichter und einem Tenorposaunen-Becher. Mit einem Zusatzventil ist der Wechsel zwischen «beiden» Instrumenten möglich. Weltweit gibt es nur noch wenige Exemplare dieses sehr speziellen Instruments, Rüedis stammt aus dem Jahre 1917. Ein weiterer Höhepunkt des Abends bot «Tico Tico» des Brasilianers Zequina Abreu, ein Solostück für Maimbaphon und Euphonium. Was fast unmöglich zu sein scheint - die Verschmelzung der mittelamerikanischen, quirligen Marimba mit einem eher bodenständigen Blechblasinstrument - gelang der glänzenden Schlagzeugerin Martina Balz und Thomas Rüedi ausgezeichnet. Einen sehr würdigen Konzertschluss boten die beiden Bands - fusioniert zur Massed Band mit über 50 Musikanten - mit einem Arrangement von Tschaikowskys «Ouverture 1812». Bis zuletzt wurde mächtig und virtuos musiziert. Man hätte sich einzig einen noch grösseren Raum für soviel Metall-Musik gewünscht.
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